edubiz – boosting corporate brain


Premiere in Karlsruhe

edubiz diskutierte Personal- und Qualifizierungsstrategien für auslandsaktive Unternehmen

Europas führende Konferenzmesse für das professionelle Lernen feierte den 20. Geburtstag, die Plattform edubiz dagegen in Karlsruhe den Einstand. Im Bildungsforum der LEARNTEC diskutierten Experten über die Internationalisierung als entscheidenden Treiber für das e-Learning. “Migration 2.0 – Qualifizierungsperspektiven als Vorteil im internationalen Wettebwerb” war das Thema der von Baden-Württembergs Integrationsministerin Bilkay Öney eröffeten Diskussionsrunde. Tausende von mittelständischen Global Players stehen vor der Aufgabe, in Deutschland und auch in den Wachstumsmärkten Talente zu finden und sie als Aktivposten für die zukünftige Unternehmensentwicklung weltweit zu qualifizieren und zu motivieren.

Diese Ausgangslage – die mit Fachkräftemangel nur teilweise umschrieben ist- eröffnet der Bildunsgwirtschaft ganz neue Chancen, ihren Kunden in der Industrie und im Dienstleistungsbereich weltweit zu folgen. Die Veranstaltung in Karlsruhe war für den edubiz-Betreiber, die local global GmbH,  nicht der erste Auftritt auf der LEARNTEC. Hans Gäng, Gründer von local global, erinnerte an die ersten Veranstaltungen zu diesem Themenkreis bereits vor zehn Jahren: “Die LEARNTEC bildet heute sehr viel stärker als früher die gesamte Wertschöpfungskette in der Bildung ab. Für unseren Ansatz, Bildungswirtschaft und international aktive Unternehmen ins Gespräch zu bringen, sehen wir in der Bildungsmetropole Karlsruhe gute Perspektiven.” Messechefin Britta Wirtz hatte bei der Begrüßung deutlich gemacht, dass sie die Internationalisierung der LEARNTEC vorantreiben will und die edubiz als eines der Elemente für den internationalen Dialog begrüßt.

“Wir können es uns einfach nicht länger leisten, hier vorhandene Potenziale brach liegen zu lassen.”

Ministerin Öney betonte in ihrem Beitrag, dass Baden-Württemberg darauf angewiesen bleibe, dass Talente aus dem Ausland die Chance erkennen und nutzen, sich am Standort und in den Unternehmen hervorragend qualifizieren zu können. Um Weltoffenheit und Attraktivität des Bildungsstandort zu sichern, seien allerdings entsprechende interkulturelle Kompetenzen weiter zu entwickeln: “Da müssen wir ran.” Aufenthaltsrecht, Niederlassungsmöglichkeiten, die Anerkennung von ausländischen Abschlüssen – hier herrsche auch ein starker Informationsbedarf.

Gruppenbild mit Damen:  Christina Merkel-Reif, Dursun Topcu, Britta Wirtz, Bilkay Öney, Hans Gäng,
Tassilo Zywietz, Prof.Werner Faix, Erwin Selg bei der edubiz-Diskussion auf der LEARNTEC 2012.

Wie wissensbasierte Unternehmen die Aufgabe angehen, ihr Potential zu entwickeln, machten Erwin Selg, CIO und CTO der GFT Technologies und Christina Merkel-Reif, die Personalleiterin der Karlsuher Init AG deutlich. Selg betonte den hohen Stellenwert von Emotion, der durch die Integration von Social Media Konzepten in die Wissens- und Lernsystem im Unternehmen gesteigert werde. Frau Merkel-Reif verwies auf die steigende Bedeutung interkultureller Kompetenz im Umfeld einer globalen Kundestruktur.

Dass Bildungseinrichtingen durchaus über Möglichkeiten verfügen, flexibel auf den Bedarf einzugehen, den Unternehmen mit fortschreitender Internationalisierung entwickeln, zeigte Prof. Werner Faix, der Gründer und Rektor der Steinbeis School of International Business and Entrepreneurship auf. Faix forderte von Bildungsträgern bei Kooperationen im Ausland neue Flexibilität – im Interesse der Unternehmen, die im weltweiten Wettbewerb um Talente “schnell wie Löwen” laufen müssten.

Die Kammerorganisation ist ein wichtige Gestalterin und Akteurin in der beruflichen und Weiterbildung – und zwar immer stärker auch international. Tassilo Zywietz beschrieb internationalen Herausforderungen der Unternehmen in der Aus- und Weiterbildung – und wie die Kammern mit einer Strategie der Internationalisierung der Prüfungsinhalte zu der von den Unternehmen benötigten weltweite Qualität von Ausbildung beitragen können.

Mit ihrer jungen Bevölkerung, hohen Wachstumsraten und fast 4000 Unternehmen aus Deutschland ist die Türkei einer wichtigsten Bildungsmärkte in Europa. Dursun Topcu, Vizepräsident der Istanbuler Handelskammer, stellt erstmals in Deutschland vor, wie sich eine der größten Wirtschaftsorganisationen des Landes mit ihren rund 300 000 Mitgliedern auf die Anforderungen einer stärker international ausgerichteten. Topcu: “Wir sind zu weiteren Kooperationen bereit und begrüßen den internationalen Dialog auf der LEARNTEC.”

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